Die Sicheltanne


Wenn es um Bäume geht, werde ich immer sehr schnell sentimental und möchte am liebsten nicht nur jeden Baum stehen lassen, sondern ihm auch noch den Platz geben, den er braucht, um sich zu entfalten. Und am besten soll es auch noch eine Gemeinschaft von Bäumen sein.
Denn seit ich das Buch "Das geheime Leben der Bäume" gelesen habe, weiß ich, dass Bäume sehr soziale Wesen sind.

Ich habe einen Fehler gemacht

Vor mehr als zehn Jahren kaufte ich eine Sicheltanne. Einen solchen Baum hatte ich noch nie gesehen und ich war von seinem besonderen Wuchs sofort fasziniert.
Aber ich pflanzte ihn zu nah am Haus. 
Zurückblickend kann ich nicht mehr sagen, wie ich auf diese komische Idee gekommen bin.
Ein Baum ungefähr zwei Meter vom Haus entfernt macht irgendwann Probleme, und sei es, dass ein Marder den Baum benutzt, um ins Haus zu kommen.

Der Baum muss weg

Sonntags darf man keinen Krach machen, also ist Handarbeit angesagt. Der Baum ragt schon deutlich über die Dachrinne und ohne Leiter ist mir das zu gefährlich. 
Fallen lassen kann ich den Baum nicht, dafür ist kein Platz, also von Oben nach Unten absägen.


Irgendwann ist nur noch der Stamm übrig.




Der Stamm findet einen neuen Platz im Garten und bleibt dort als Totholz liegen, da liegen seit ein paar Jahren auch schon zwei andere Stämme.


Häckseln werde ich dann später, Sonntags geht das nicht. 


Snuppi wachte die ganze Zeit über die Einhaltung der Arbeitssicherheit, der Qualitätsstandards und über alles, was man sonst noch so beachten muss. Der Hund hat einfach alles im Blick.


Ich wünsche euch noch eine schöne Woche

Viele liebe Grüße
Wolfgang



Kommentare

  1. Musste ich grinsen....aber auch nur wegen Sonntags keinen Krach machen, denn hier im Ort sieht man es nicht so eng und würde ich damit anfangen kämen bestimmt gleich auch die Nachbarn um zu helfen ;-)

    Ja, darüber denkt man wirklich manchmal vorab nicht nach, aber hilft ja nix wenn es dann gar nicht mehr geht. So ist jetzt Licht, der Marder kann nicht mehr über den Baum kommen und vor allem wird das Totholz noch genutzt.

    Viel Arbeit die sich gelohnt hat, und so nen süssen Aufpasser dabei lässt einen dann auch lächeln.

    wünsche dir einen schönen ersten Mai und sende viele Grüsse

    N☼va

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  2. Lieber Wolfgang,
    das Buch habe ich auch und finde es sehr faszinierend. Einen Baum zu fällen ist immer schwer, aber so nah am Haus ist es einfach kein so guter Platz für ihn.
    Ich wünsche Euch einen wundervollen ersten Mai.
    Herzlich Susanne

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  3. Lieber Wolfgang,

    richtig so, sonntags wird kein Krach gemacht! *g*

    Ich glaube, es geht den meisten so, dass sie mal einen Fehler bei der Gartengestaltung machen. Es ist zwar schade, wenn ein Baum gefällt werden muss, aber Sicherheit geht nun mal vor. Bei euch wären ja auch Schäden am Haus zu verzeichnen gewesen.

    Trotz allem erfüllt der Baum jetzt noch gute Zwecke und andere Gartenbewohner haben einen Nutzen durch ihn.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen 1. Maifeiertag, an dem jetzt aber auch kein Krach gemacht wird. :-)

    Christa

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  4. Lieber Wolfgang,
    da warst du aber fleißig;0) GsD ist dir nichts passiert. Das bei dir die Stämme liegen bleiben dürfen finde ich toll für Insekten und Co.! Einen schönen Feiertag wünsche ich noch... Herzlichst Kirsten

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  5. Ich kann das gut nachvollziehen und habe auch eine ganz spezielle Beziehung zu Bäumen. Bei uns muss demnächst leider auch eine Schwarzkiefer weichen, weil all ihre Äste nur nach einer Seite hin gewachsen sind und sie wegen des einseitigen Gewichts schon ganz schief steht :(
    LG, Varis

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  6. Lieber Wolfgang,
    in Sachen Bäume fühle ich mit Dir mit und denke da wohl sehr sehr ähnlich. Bei uns wird es wohl eines Tages genau so mit der Marone geschehen, denn auch sie steht viel zu nah am Haus. Allerdings mache ich mir jetzt noch nicht täglich Gedanken darüber, da es noch ein paar Jährchen Zeit hat - und die möchte ich dem Baum und mir auch geben.

    Auch unsere Fellnase ist grundsätzlich dabei, wenn irgend etwas im Garten gemacht wird. Einer muss ja schließlich den Überblick behalten *lach*. Zumindest hat man manchmal den Eindruck, genau so würde es sich im Kopf des Hundes abspielen *schmunzel*.

    Alles Liebe und einen wunderschönen Feiertag, Lill

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  7. Manchmal pflanzt man einfach zu viel oder falsch! Das habe ich auch schon erlebt und dann muss einfach die Säge ran! Ich bin mir sicher, dass Du schon wieder neue Ideen hast! Und als Totholz bietet der Stamm allerhand Insekten noch einen guten Lebensraum!
    Viele Grüße von
    Margit

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  8. Schade, aber solche Fehler muss man manchmal büßen ( bei mir war es eine Feige, die ein besonders fein komponiertes Beet ruiniert hat )...
    Ich habe gerade vor kurzem in einem Baumpost die Sicheltanne vorgestellt, ein ja ganz besonderer Baum für Japan, wie ich auch gerade in der Ausstellung mit den japanischen Holzschnitten feststellen konnte.
    Hier der Link:
    https://lemondedekitchi.blogspot.de/2018/03/mein-freund-der-baum-wintergrune-baume.html
    Gut, dass du diese Aktion ohne Schaden überstanden hast!
    LG
    Astrid

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  9. Bei uns war die Esche nicht geplant, und stand auf der anderen Strassenseite .... trotzdem, nach 30 Jahren freier Wildbahn, streckte sie ihre Äste bei uns aufs Dach. Bevor sie bei einem der vielen heftigen Fönstürme die Ziegel vom Dach fegte, müssten wir den Grundbesitzer der anderen Seite bitten, den Baum zu fällen..... das tut mir heute, nach über 10 Jahren noch leid. Die wiedererlangte Aussicht ist nichtsdestotrotz grandios!
    Herzlichst
    yase

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  10. Es una pena cortar los árboles, pero a veces es necesario. Feliz mes de mayo.

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  11. I wish I understood the text accompanying your photos! But I do appreciate you sharing at https://image-in-ing.blogspot.com/2018/04/saints-among-us-then-and-now.html

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  12. Lieber Wolfgang,
    Sicheltanne, diese Art kannte ich noch gar nicht! Ich kann verstehen, daß sie nun weg mußte, aber sie darf ja auch als Totholz noch weiter neue Dienste im Garten leisten :O) .. und Snuppi hat alles bestens übrwacht, das ist gut *schmunzel*
    Ich wünsche Dir einen schönen Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  13. Oh das glaube ich Dir gerne lieber Wolfgang dass das doch geschmerzt hat, aber Fehler passieren nun mal und ja es gilt eben doch Schaden abzuwehren, da gebe ich Dir Recht. Aus diesem Grund wurde ja auch die alte Eiche gefällt, welche ich auf meinem Blog vorstelle, vielleicht passt es auch zu Eurem Gartenglück, auch wenn es nicht mein Garten ist?
    Nun wünsche ich Euch noch einen schönen, sonnigen Tag und sende liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,
      zum Gartenglück muss es nicht unbedingt der eigene Garten sein. Wir wollen ja nur das Glück sammeln, und das kann man auch woanders finden.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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  14. Lieber Wolfgang,
    bis eben wusste ich nicht, das es Sicheltannen gibt. Solche Fehlentscheidungen kenne ich sehr wohl. Als Totholz macht sie dann eine nützliche Figur ;-)
    Liebe Grüße
    Karen

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  15. Manchmal trifft man einfach nicht die richtigen Entscheidungen, lieber Wolfgang. Da muss dann auch mal die Säge her. Schade um den Baum, aber es entsteht auch wieder ein Gartenraum. Ich bin gespannt, was Ihr draus macht. Lieben Gruß, Nicole

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  16. Ach, das kommt mir irgendwie bekannt vor! Meine Eltern haben auch einige Bäume sehr dicht am Haus stehen. Eine Tanne musste schon vor einigen Jahren dran glauben. Es war richtige Familienarbeit den zu fällen. Die Birke konnte derweil einfach gestutzt werden, kränkelt aber seitdem immer mehr. Und eine weitere Tanne hatte bisher einfach noch Glück ;)
    Liebe Grüße
    Kathleen

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  17. Tja, lieber Wolfgang, diesen "Fehler" machen viele Leute - ein Hausbaum hat eben was! :-) Wir haben an der Terrasse auch eine hohe Tanne, eigentlich ein wenig nah, aber gepflanzt von den Vorgängern. Ich tröste mich mit dem tief wurzelnden Wurzelwerk - da wird schon so leicht nichts passieren. ;-)

    Von der Sicheltanne habe ich aber noch nie etwas gehört. Sieht bei ausreichend Platz bestimmt sehr interessant vom Wuchsbild aus.

    Wenn Du wüßtest, was auf unserem Dorf sonntags manchmal für ein Krach gemacht wird! Selbst Kreissägen habe ich schon gehört! ;-(

    Das erinnert mich jetzt an unsere Baumsägeaktionen. ;-) Das waren noch Zeiten, damals habe ich noch selbst Hand, ähm Säge angelegt.

    Snuppi ist ja niedlich! :-) War mir bei Euch im Blog noch nie begegnet oder doch?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Sara

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    1. Liebe Sara,
      Snuppi war schon mal im Blog zu sehen, er ist ja einfach ständig irgendwo um uns herum und schafft es immer wieder mal auf ein Bild. Irgendwie geht es einfach nicht ohne Snuppi.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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  18. Oh ja, sehr schade um den Baum, aber manchmal geht es nicht anders. Und dass Hunde alles im Blick haben, ist doch klar oder :)!!! So ein süßer Knuffel.
    Ja dann, schönes Wochenende und viel Freude im Garten
    Elisabeth

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  19. schade, auch bei mir ist eine birke zu nahe...ich muss sie immer wieder im zaun halten...liebe grüsse

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  20. A tree two meters from the house at some point creates problems, even if there is a benefit from this then the problems arise much more.

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  21. Lieber Wolfgang,
    leider hat so eine nötige Aktion immer zwei Seiten. Mir tut es auch um jeden Baum leid, der gefällt werden muss. Wenn die Bäume klein sind, kann man sich oft nicht vorstellen, wie viel Platz die später mal brauchen. Wir mussten auch mal eine Fichte am Haus, ca. 2m entfernt fällen. Danach war herrlich viel Licht da.
    LG Sigrun

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  22. Lieber Wolfgang, schade, dass die Sicheltanne wegmusste, ich kann mir vorstellen, dass sie euch schon als Herz gewachsen ist! Aber so gibt es Platz für andere Gewächse.
    Ich hoffe, Snuppi hat auch die Einhaltung der EU-weit vorgeschriebenen Pausenzeiten überwacht:)
    Liebe Grüße,
    Amely

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  23. Hallo Wolfgang,
    man rechnet einfach nie damit, wie schnell so ein Baum groß wird. Anfangs sind sie ja so klein. Aber interessant sieht die Sicheltanne wirklich aus.
    VG
    Elke

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  24. Oje, uns ist ähnliches passiert... So kam es, dass die geliebte Ölweide nach 20 Jahren einfach zu weit in den Straßenraum hineinragte. Letztendlich mussten wir sie jetzt klagend und mit weinenden Augen fällen lassen. Man lernt aus seinen Fehlern. Im Frühjahr werde wir mit gärtnerischer Beratung eine neue Ölweide pflanzen, allerdings eine andere Art an anderem Ort... Ich kann es dir nachfühlen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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