Pflaster verfugen mit Polymerfugensand

Das Problem kennt wohl jeder von euch. Da hat man eine schön gepflasterte Fläche und eher früher wie später, fängt das Unkraut an zu sprießen als würde es keinen besseren Platz auf der Welt finden, als eine Fuge.

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Und dann jedes Jahr dieselbe öde Kratzerei. Das hat mich schon lange geärgert. Ich habe auch versucht, das ganze Grünzeugs weg zu brennen. Ist zwar immer noch bequemer als Kratzen, hilft aber auch nur kurz.

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Dann hab ich Salz gestreut, hat auch nicht viel geholfen.

Schließlich habe ich mich dazu entschlossen, die Fugen mit einem Polymersand zu füllen.

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Ich habe mich aufgrund der Bewertungen bei Amazon für den Sand von trendystone entschieden und bin bis jetzt zufrieden.

Blieb nur noch das Problem: Wie bekomme ich den Sand in die Fugen?

Die Fläche wurde schon vor ca. 30 Jahren gepflastert. Zu erst habe ich es mit auskratzen versucht, was sich aber als sehr mühsam herausstellte und es war auch unmöglich, die Fugen bis zum “Boden” zu säubern.

Dann kam der Hochdruckreiniger ins Spiel. Hat gut funktioniert. Aber leider liegt die Fläche direkt am Haus Ich hätte anschließend die Hauswand wieder reinigen müssen oder diese vorher abkleben. Beides war mir zu aufwendig.

Deswegen habe ich mich, wenn auch schweren Herzens, dazu entschlossen, jeden Stein raus zu holen und zu säubern.

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Ok, das ist viel Arbeit.

Wie ihr unten auf dem Bild sehen könnt, lohnt sich diese Arbeit aber. Das ist die Seitenansicht eines Steins. Sieht so aus, als ob irgendwann mal mit Mutterboden verfugt worden wäre.

Und man sieht auch deutlich die Wurzeln, die bis ganz nach Unten reichen.

 

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Hier sieht man wie es unter dem Pflaster aussieht:

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Nach dem Säubern der Steine, habe ich sie erst Mal trocknen lassen, damit der Fugensand später besser reinrutscht.

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Vor dem Verfugen sieht das Ganze dann so aus:

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Bevor man den Sand in die Fugen kehrt, sollte man darauf achten, dass dieser gut durchmischt ist. (Eine ausführliche Anleitung liefert der Hersteller mit.)

Da ich keinen Rüttler habe und auch nie mehr als ein oder zwei Quadratmeter auf einmal mache, nehme ich zum Verdichten ein kleines Brett und einen Gummihammer. Durch das Brett habe ich eine größere Fläche und kann nicht nur einen Stein mit dem Hammer treffen. Das verhindert allzu große Unebenheiten.

Nach dem Einkehren muss man Wasser auf die Fugen sprühen, damit der Polymerfugensand aushärtet.

Natürlich bleibt von dem Fugensand auch einiges an der Oberfläche der Steine hängen.

Nach ein paar Monaten ist das aber von selbst wieder verschwunden.

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Das Werkzeug

 

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Die Hilfskraft

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Fazit

Einen Teil der Fläche habe ich bereits im letzten Sommer neu verfugt.

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Bis jetzt sind die Fugen sauber!!!

Moos wächst aber trotzdem. Das wird man wohl auch nicht verhindern können. Wie man ja an dem Bild oben sieht, braucht Moos keine Fugen zum Wachsen.

1 Kommentar

Tabea Heinicker
eine sehr ordentliche lösung! da wir in diesem jahr mal keine zeit hatten, städig unkraut zu jähten vor dem haus, sah es sehr sehr wild bei und aus. ich bin da zwar nicht so streng, aber das war selbst mir zu viel. kurz vor dem herbst hat mein mann drüber gemäht. und jetzt sieht es fast so aus, als müsse es so sein ;o) kein weg aus steinen, sondern eine wiese mit steinen dazwischen ...

die tabea grüßt

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