Ein neues Tor

In den folgenden Tagen habe ich noch mehr Teerplatten entfernt und das Fachwerk neu verputzt.

Zum Verputzten benutzte ich ausschließlich einen Kalkputz der Firma Solubel. Da es sich ja um ein altes Fachwerkhaus handelt, benutzte ich nur "alte" Baustoffe. Bis jetzt habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Ein paar der alten Holznägel habe ich ersetzt. Bei ebay gibt es Anbieter, die Holznägel aus Eiche in verschiedenen Stärken verkaufen.


Oben links im Bild sieht mann einen Schaden, der wahrscheinlich noch auf den Krieg zurück zu führen ist. Wie mir vor Jahren ein damals schon über 80 jähriger Dorfbewohner gesagt hat, ist hier im II. Weltkrieg noch drei Tage lang Front gewesen. Die Brücke von Remagen ist ganz in der Nähe.
Ich habe den Schaden nicht beseitigt, einerseits weil ich mir das da oben in der Ecke nicht zutraue und andererseits, wenn der Schaden so schon seit 1945 besteht, dann hält das auch noch länger.

Fast fertig mit dem Fachwerk, nur oben links die Ecke kann so nicht bleiben. Die Ecke hab ich dann erst mal vertagt.


Im nächsten Schritt habe ich mich dann endlich an das Tor selbst rangetraut und auf der linken Seite schon mal die Platten entfernt und auch von Innen die alte Konstruktion entsorgt.
Den Balken links musste ich ausbessern. Sonne, Wind und Regen
haben doch ganz schlimm genagt.

Die "neuen Balken" sind aus Eiche und stammen aus Fachwerkhäusern, die man direkt in meiner Nachbarschaft abgerissen hat. Verbunden habe ich diese mit Winkeleisen, da mir eine traditionelle Verzapfung zu aufwendig erschien. Die Winkeleisen und auch die Schrauben, die ich verwendet habe, sind rostfrei. Das ist wichtig, da Schrauben, die rosten, den Balken langsam zerstören und die Verbindung dann natürlich auch nicht hält. (Logo :-))



Irgendwann sah es dann abends so aus. Für die Nacht wollte ich natürlich kein Loch im Haus haben. Die Bretter links sind einfach nur reingestellt, die habe ich später nochmals raus genommen.


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