Ein neues Tor

Im letzten Jahr habe ich mich entschlossen, das alte Garagentor aus der Fassade des Hauses zu entfernen. 
Irgendeiner meiner Vorgänger hielt so ein Tor wohl für eine ausgezeichnete Idee. Mir kam es eher wie eine riesige Geschwulst mitten im Gesicht eines Einhorns vor.
Ich habe lange überlegt, ob ich das selbst machen kann und mich dann doch getraut.

Auf dem Bild kann man ungefähr sehen wie schön so ein Garagentor doch sein kann. (Ich hab' schon die tollen Platten über dem Tor entfernt ;-). Weil ich vergessen habe ein Bild vom Original zu machen, kann ich euch das leider auch nicht zeigen. 
Aber man bekommt sicher eine Idee von Hässlichkeit, wenn man bisher noch nichts mit dem Wort anzufangen wusste. 

Holztor, DIY
Hier kann man schon die Größe des ursprünglichen Tors erkennen.

Für die Vorbereitungen habe ich ungefähr sechs Monate gebraucht. Ich habe noch nie ein Tor gebaut und war erstaunt wie viele Materialien man doch braucht:


- Bretter
- Balken 
- Winkeleisen
- jede Menge Schrauben
- Schließzylinder
- Scharniere
- Leim
- Bodenschieber
- Schutzbeschlag

Ich habe auch herausgefunden, dass je größer ein Tor ist, desto schwerer ist es zu bauen.(Ziemlich triviale Erkenntnis, war mir aber nicht klar.)
Um es also möglichst einfach zu machen, habe ich das neue Tor nur so groß gemacht, wie das alte Garagentor und das drumherum so, dass es aussieht wie ein echtes Scheunentor.

Als erstes habe ich einen groben Plan zu Papier gebracht. 
Holztor, DIY
Alle Angaben in cm

Der erste Tag

Im wesentlichen habe ich die Teerplatten über dem Tor entfernt und den Putz, soweit er locker war, abgeschlagen. 
Am Abend sah mein Werk dann so aus:

Kommentare

SchneiderHein
Hallo Wolfgang,
das war ja wirklich eine abenteuerliche Konstruktion. Aber irgendwie auch eine typische 70er-Verschlimmbesserung. Ich kenne diese 'stilvolle' Fassadenbeschichtung nämlich aus eigener Erfahrung seit Kindertagen in schwarz-grau, und habe sie ein paar Jahre später fürchterlich verflucht, als sich allmählich bei mir Verständnis für Architektur und Bausubstanz entwickelte. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie begeistert der Hausherr damals von der Idee war ein günstiges sowie haltbares Garagentor passend zur Hausfassade zu bekommen. Wie gut, dass das Fachwerk unter dem Material wohl nicht zu sehr gelitten hat. Wir hatten nämlich Dachlatten mit Styropor auf der Fassade. Nach 18 Jahren hatten der alte Kratzputz und sogar die Steine stellenweise unter diesem 'Wärmedämmsystem' fürchterlich gelitten und die Wände waren feucht.
Da habt Ihr sicherlich auch so manche abenteuerliche Geschichte von der Sanierung zu erzählen ;-)
LG Silke
Wolfgang
Liebe Silke,
zum Glück befand sich bei uns hinter der Verkleidung nur Luft, so dass sich dort keine Staunässe bilden konnte. Die meisten Schäden, die ich bis jetzt am Fachwerk gefunden habe, ich habe die Verkleidung noch nicht überall entfernt, stammen noch aus dem letzten Krieg. Die Brücke von Remagen ist nicht allzu weit entfernt.

Viele liebe Grüße
Wolfgang
kathyinozarks
wow great project thanks for sharing
Bleubeard and Elizabeth
Welcome, Wolfgang. It's great to have you join us today. What a fabulous project. I had to laugh when you called it the lump in the middle of a unicorn's face. I can see your dilemma. Since I was an engineer in a "previous life," I like how you laid the project out. Thanks for sharing this look back at how you removed the offending bars and planned out your project with us for Second on the 2nd. We hope you will join us again in the future, too.
My name is Erika.
It's cool to see the work that went on and glad you joined us here on Second on the Second.
pearshapedcrafting
Wow! I went to take a look at the process, you sure did work hard but got a great result!
Eileen The Artful Crafter
Gott sei Dank für Google übersetzen! Ich habe es genossen, über Ihr Projekt zu lesen und wie die Idee der Scheunentür nach Ihrer Garage zu suchen. Ich habe auch deinen Sinn für Humor genossen ;-)

Willkommen zum 2. auf dem 2.! Eileen

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